Und niemand spricht mehr über Apple-TV

 

 

Mit viel Spannung wartete die (Internet-)Welt am 1. September auf Steve Jobs und seine Präsentation der neuen Produkte aus der Apple-Küche. Und seit der Einführung des iPods wartet die Welt immer auch ein bisschen darauf, dass Weihnachtsmann Jobs uns etwas bringt, das die Welt verändern wird. Die Gerüchte im Vorfeld werden immer unverfrorener und immer selbstverständlicher als Tatsachen gehandelt – gleichzeitig liegen die Vorhersagen immer mehr daneben. Die Gerüchte sagen mehr über die Wünsche der Gerüchteköche aus, als darüber, was Apple wirklich bringen wird.

Diesmal, so die Webpropheten, sollte Apple mit der Neuauflage der Settop-Box AppleTV die Fernseh-Welt revolutionieren. Sie sahen für Cablecom und Co. bereits das letzte Stündlein schlagen, während wir alle unsere TVs mit Games und Apps aus dem App Store füllen und andere Serien und Programme direkt aus dem Internet ziehen, wann wir immer wollen. Doch voll daneben: Lausige zwei Stationen und der Videoverleih Netflix liefern in den USA für Jobs schwarzes Böxli Streaming-Inhalte. Und wir in der Schweiz? Bekommen gar kein Filmli. Und solange keine Inhalte verfügbar sind, solange kann man das Böxli nicht mal kaufen. Bis dahin müssen wir uns damit begnügen:

Doch das Erstaunliche ist: Nach der Pressekonferenz zeigte sich kaum einer der Hochjublern in seinem Blog enttäuscht oder gab zu, diese Firma zum x-ten Male überschätzt zu haben. Nein, Aufwachen aus den Wunschträumen will man nicht. Statt dessen träumt man nahtlos von neuen revolutionäre Apple-Ideen. Etwa davon, dass Ping! das neue Soziale Musiknetzwerk von Apple den Online-Kommerz in neue Sphären hebe.  Weil es sooo schön ist.

 Lesen Sie den Artikel in der SonntagsZeitung.