Microsofts Werben kommt zu spät

Letzte Woche informierte Microsoft Schweiz Journalisten über laufende Projekte und Strategien des Softwarekonzerns. Dabei wurde deutlich, dass der Softwareriese an Apple verlorenes Terrain zurückgewinnen will: Microsoft trat mit Partnern auf und zeigte vor Ort kommende Notebooks und vor allem flach Macbook-Air-Konkurrenten von Asus und anderen Computerherstellern; über die Bildschirme flimmerten die Windows Kacheln des künftigen Windows 8; bekannt sind die Kacheln bereits von den Smartphones mit Windwos Phone 7 - ein System, das mir im Übrigen so gut gefällt wie iOS.

Gezeigt wurde u.a. der - obwohl seit 2007 existente - noch weitgehend unbekannte Microsoft Cloud-Dienst Skydrive, der 25 GB Gratis-Speicher bietet (bei Apples iCloud sind es nur  5 GB), eine online Fotogalerie und das ganze Office online. Es ist super, was Microsoft da gratis übers Web zu Verfügung stellt, Kalender, Word, Excel, Outlook etc.  - auch Google muss sich da warm anziehen. 

Die Message war: Seht her, auch wir bieten Geräte, Software und Inhalte aus einem Guss, auch wir haben App Stores und auch  wir haben bald reale Microsoft Shops (das Pendant zu den Apple Shops soll es bald  geben).  Alles in allem profitiert, wer in die Windowswelt eintritt, in der Tat von einer Windows-Welt mit einem Riesenpotenzial. Leider kommt aber Microsofts Werben um den Heimanwender zu spät. 

Unten der Kommentar dazu, erschienen in der SonntagsZeitung: