Doktor iPhone

Dass sich Menschen zunehmend mittels Internet selber über mögliche Erkrankungen oder Verletzungen informieren, selbst Diagnosen stellen oder gar zu behandeln versuchen, ist bekannt. Kein Wunder, dass dieser Trend nun auch mobil wird: Smartphones und Tablets können mit entspechenden Apps genutzt werden, um abzunehmen,  den Zyklus zu protokollieren oder sich mehr zu bewegen

Einen Schritt weiter gehen Hersteller, die Hardware entwickeln, die Smartphones zu Messgeräten machen. Schon länger gibt es - etwa von Withings -  App und Zubehör, die aus dem iPhone einen Blutdruckmesser machen; oder eine Bluetoothwaage, die die Werte ans Handy schickt, wo die App die Daten speichert und auf Wunsch auch im Netz veröffentlicht.

Auch die deutsche Medizinspezialistin Medisana hat Tools entwickelt, die "mobiles Gesundheitsmanagement" ermöglichen und derzeit in der Schweiz auf den Markt kommen: 

Etwa das Vitadock-Thermometer, mit dem man im Livemodus auch die Temperatur von anderen Objekten wie Wein messen kann:   

Die Temperatur wird via Infrarot-Modul gemessen und im Livemodus als Kurve laufend aufgezeichnet:

Das Glucodock misst den Blutzuckerspiegel. Die Teststreifen sollen günstiger sein, als herkömmliche Streifen, versichert der Distributor. Auffalend: Alle Utensilioen sind schön und praktisch im Etui verpackt:

Dazu zählen: Stechhilfe, Streifen, Nadeln, desinfizierende Pads, das GlucoDock-Messmodul und Kontrollflüssigkeit. 

Unten steckt man dann einen Streifen mit Blutprobe in den Schlitz, wo er innert Sekunden analysiert wird.. Im Handy-Bildschirm erscheint sofort der Wert.

Medisana bringt auch  ein Blutdruckmessgerät namens CardioDock:

Ich habe auch die Körperanalysewaage Targetscale getestet. Sie hat mich am wenigsten überzeugt: Statt 2 Sekunden, brauchte ich plötzlich mehrere Minuten, um mich mich am Morgen zu wägen: Zuerst erkannte mich Targetscale nicht als Benutzerin "Sonne", dann wog sie aus irgendwelchen Gründen ich weiss nicht Was, aber sicher nicht mein Körpergewicht ( 3kg, 2kg, ...). Hatte sie das nach mehrmaligem Aus-, Einschalten und erneut Draufstehen geschafft, ging es darum, ein Bluetooth-Verbindung zum iPhone herzustellen (was meist aufs erste Mal klappte). Aber dann kam neu die Schwierigkeit, im richtigen Moment draufzustehen: zuerst Start auf der App drücken oder erst draufstehen?. Klick, runter, rauf, Klick,... Aufatmen, wenn endlich das gewogene Gewicht auf dem Handydisplay angezeigt wurde.

Kurz: Das einfache, simple Wägen (ohne Analyse der Fett-, Wasser- etc.-Anteile und statistischen Aufbereitung der Daten) deckt meine Bedürfnisse eher ab. Aber das ist wohl eine Frage des Geschmacks.