Gerangel um eine Plattform für digitale Lehrmittel

Seit Februar bin ich mit dem Schweizer Buchzentrum bzw. dessen Chef Andreas Grob in Kontakt wegen einer zentralen Online-Plattform, die er für digitale Lehrmittel aufbauen will. Er vertröstete mich immer wieder, noch sei er nicht so weit, noch sei das Projekt nicht spruchreif, und verpflichtete die Verlage dazu, ebenfalls zu schweigen. X-mal haben wir die Story geschoben, die wir eigentlich zur Fokus-Geschiche "Apps im Znüni-Täschli" geplant hatten (die wir deshalb ebenfalls mehrmals schieben mussten). 

Langsam schwante mir, dass das ein "Never-ending"-Projekt werden könnte, und entschloss mich, die Geschichte über das Nicht-Gelingen der Plattform zu schreiben, bzw. darüber, warum es so ein langwieriger Prozess ist, welche Parteien mitmischen, was der iPad-Hersteller Apple damit zu tun hat (mischt Apple den Bildungs-Markt auf? Von Aufmischen kann in der Schweiz wohl nicht die Rede sein: es gibt erst wenige E-Lehrmittel fürs iPad. Aber letztlich hat Apple doch gute Karten und profitiert davon, dass es  keine andere Vertriebs-Plattform gibt) und welche Strategien die Verlage verfolgen. 
Andreas Grob wollte das Erscheinen des Artikels verhindern und versuchte, mich dazu zu überreden, "das Buchzentrum draussen zu lassen" - warum, war und ist mir nicht klar. Schade ist, dass er die Chance nicht gepackt und mir und der Leserschaft das Projekt nicht vorgestellt hat. So hätte er fürs das Portal und sich etwas Werbung machen können. Es wäre etwa interessant gewesen zu hören, wie genau die Anwendungsmöglichkeiten seiner Plattform über jene der bereits existierenden, deutschen E-Lehrmittelverlage "digitale-schulbücher.de"  hinaus geht.