10 Trends von der IFA 2012 in Berlin

Grösser, dünner, Windows 8 – und OLED olé!

Ich habe für die SonntagsZeitung an der IFA zehn Trends aufgespürt, die die Technikwelt im kommenden Jahr in Beschlag nehmen werden.

An der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin wurde vor 80 Jahren das erste Autoradio vorgestellt, 1979 dann die erste CD. Die SonntagsZeitung hat dieses Jahr bei 1439 Ausstellern die aktuellen Trends aufgespürt. Die IFA dauert noch bis Mittwoch.

1. OLED TV Die Bildschirmtechnik OLED macht kontrastreichere Bilder und flachere Monitore möglich. Bisher kamen OLED-Monitore aus Kostengründen auf kleinen Geräten zum Einsatz. Samsung und LG zeigen nun Geräte mit einer Diagonale von knapp 140 cm. Für rund 10 000 Fr.

2. Windows 8 Microsofts neues Betriebssystem kommt demnächst auf den Markt – in vielen Formen: auf Tablets, Notebooks mit Touchscreen und auf Handys.

3. Second Screen Tablet-PC oder Smartphones interagieren mit dem TV, mit Kühlschränken oder der Musikanlage: als Fernbedienung, aber auch um Zusatzinfos abzurufen.

4. Ultra hochaufgelöste Fernseher Full HD war gestern, heute kommt die viermal höhere Auflösung für Mammut-Bildschirme: Bei Sony heissen solche TV 4K, bei LG Ultra HD und bei Toshiba Quad Full HD. Richtige 4K-Inhalte fehlen leider weitgehend, Full-HD-Inhalte werden hochskaliert. Sony hat allerdings bereits eine 4K-Filmkamera auf dem Markt.

5. XXL-Handys Der Trend zu schnelleren und grösseren Smartphones ist ungebrochen. Immer mehr Modelle sind wasserfest, wie die neuen Xperias von Sony.

6. Brillenloses 3-D Damit wird nicht mehr extra geworben, aber immer mehr Fernseher und Notebooks (von Toshiba, Philips oder Sony) haben brillenloses 3-D intus. Anders als noch vor zwei Jahren stellt sich der 3-D-Effekt erstaunlich natürlich ein.

7. Ultra-Ultrabooks Ultrabooks werden noch dünner.

8. Connected Home Tablets, Smartphones, Musikboxen und -anlagen – alles ist miteinander im Heimnetz verbunden. Filme, Fotos, Bücher, Musik werden nahtlos konsumiert.

9. Smart TV Immer mehr Fernseher sind mit dem Internet verbunden. Die Nutzer holen damit Inhalte aus dem Web und rufen in Mediatheken Filme ab, wenn sie es wünschen. Sie stellen ihr «Programm» aus unterschiedlichsten Quellen selbst zusammen.

10. Fernbedienung ade Die Fernbedienung wird nicht vom Second Screen abgelöst, sondern Stimm- und Bewegungssensoren machen sie zunehmend überflüssig. Es gibt mehr Fernseher (Samsung), die mit Sprache und Gesten steuerbar sind. S. Luchetta

 

© Erschienen in der SonntagsZeitung vom 2.9.2012.