Games

"Hitman-Go-Macher" Daniel Lutz im Interview

Anlässlich des Ludicious, dem Game-Festival in Zürich, interviweste ich Daniel Lutz. Der 29-jährige Zürcher ist so etwas wie der Shootingstar ­unter den Schweizer Entwicklern. Nach dem Gamedesignstudium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) fand er 2010 in Montreal beim weltweit grössten Spieleproduzenten Electronic Arts eine Anstellung. Vor einem Jahr wechselte er zum Game­studio Square Enix, wo er für das iOS-Spiel «Hitman Go» verantwortlich zeichnete. Unter dem Namen Nonverbal programmiert er eigene Games, die durch Einfachheit bestechen. Am Zürich Game-Festival wird Lutz als Juror walten. 

Wir trafen ihn für die SonntagsZeitung zum Video-Date

Mensch & Maschine: Amazon kauft Twitch

Wer will schon anderen am Bildschirm beim Computerspielen zuschauen? Das fragte ich mich, als ich 2007 erstmals hautnah auf dieses Phänomen stiess. Das war an den World Cyber Games in ­Seattle, wo sich die besten E-Sportler der Welt ­trafen und sich in verschiedenen «Disziplinen», also Games, ­miteinander massen. Für mich war klar: Nur diese Hardcore-Fans finden es spannend, in der Halle auf Riesenmonitoren die virtuellen Wettkämpfe mitzu­verfolgen. Schon damals wurden die Spiele weltweit auch ins Internet übertragen – für mich unvorstellbar, so was daheim am PC zu konsumieren.

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Von der Playstation ins Cockpit

Bild: Sébastien Buemi (vorn) und der Schweizer GT-Academy-Finalist Rolf Ueltschi messen sich in den Pausen im Videospiel - Ueltschi liegt vorn!

Der Autohersteller Nissan und Sony suchen seit 2008 jedes Jahr aus den besten Gran Turismo-Gamern ein Talent, das das Zeug zum richtigen Rennfahrer hat.

Die 36 besten GT-Gamer aus Europa kämpften im GT Academy Race Camp vergangene Woche auf der echten Rennbahn in Silverstone (GB) um eine rechte Rennlizenz und um den Start am 24h-Rennen in Dubai im Januar 2013. Ich war für eine Reportage vor Ort. Die Reportage erschien in der SonntagsZeitung vom 26.8.2012.

Der Schweizer Rolf Ueltschi wurde übrigens Vierter. Ein Super-Resultat!

Hier ein paar Fotos, die ich im Race Camp gemacht habe.

Hier ein paar Bilder von meinen Fahrversuchen im Camp.

Ein Hoch auf Pro Helvetia

Mein letzter Kommentar im 2011 widmete sich dem Streit in der Schweizer Kulturszene. Und zwar geht es darum, dass Suisseculture, der Verband der etablierten Kunst- und Medienschaffenden, sich darüber aufregt, dass Pro Helvetia selbst Programme ins Leben ruft, etwa eben das Programm "Gameculture". Die Kulturstiftung solle Kunst unterstützen und fördern, aber nicht selbst als Veranstalterin auftreten und etwa Ausstellungen veranlassen.

Dem stimme ich zu, wenn sie das im grossen Stil tun würde, aber sie gibt einen verschwindend kleinen Teil der Gelder für eigene Programm aus. Und dass sie dabei junge Szernen, wie etwa die Game-Entwickler und angehende interaktive Künstler prospektiv unterstützt und ihnen quasi den Start einfacher gestaltet, finde ich grossartig und mutig - weil sie die ganze etablierte Szene gegen sich hat. Chapeau!

 

Interview mit EA-Gründer Trip Hawkins

Foto: Jean RevillardLetzte Woche hatte ich das Vergnügen, die Videospiel-Legende und Electronic Arts-Gründer Trip Hawkins in Neuenburg zu treffen. An der Konferenz "Imaging the Future" im Rahmen des NIFF hielt er einen Vortrag zur Zukunft der Spiele. Der Kalifornier kam eine halbe Stunde zu spät zum Internview-Termin morgens um 9, liess dann wegen des Intis die Leute im Saal eine halbe Stunde warten und war danach verschwunden. Ich suchte ihn also im Hotel auf, wo er mit Frau und Kind logierte, und bat ihn, mir noch die letzten Fragen zu beantworten, was er dann auch geduldig und höflich tat. 

Lesen Sie das Gespräch, erschienen in der SonntagsZeitung vom 10. Juli 2011.