SBZ

Kommentar zum Beitrag von Beat Döbeli Honegger

(Nachtrag II zum Artikel "Gerangel im E-Book-Markt für Schweizer Schulbücher:)

Prof. Dr Beat Döbeli Honegger, Dozent für Medienbildung und Informatikdidaktik an der pädagogischen Hochschule Zentralschweiz hat sich in seinem Wiki zu meinem Artikel vom letzten Sonntag "Gerangel im E-Book-Markt für Schweizer Schulbücher" über  die geplante Plattform für digitale Lehrmittel geäussert. Vielen Dank für die Ergänzungen. Ich möchte dazu einen kurzen Kommentar schreiben (den ich hier publiziere, da ich mich dafür auf seinem Wiki - zu Recht - hätte registrieren müssen, was ich im Moment aber nicht will): 

Sehr geehrter Herr Döbeli, eine interessante Ergänzung zu meinem Artikel. In der Tat kämpfen wir JournalistInnen immer wieder damit, dass wir auf wenig Platz relativ komplexe Sachverhalte Leser-gerecht aufbereiten müssen - was nicht immer gleich gut gelingt. Wir können keine Abhandlungen schreiben - dafür gibnt es keinen Platz und kaum LeserInnen. Vielleicht können Sie es (wie gewisse meiner Gesprächspartner) positiv sehen, dass es das Thema "digitale Lehrmittel" in die Publikumspresse gebracht hat. Und ist es nicht auch erfreulich, dass Sie sogar noch etwas Neues erfahren haben (Apple zeigt sich kulant)?. Es tut mir leid, dass mir vor dem Artikel nicht bekannt war, dass Sie sich seit zwei Jahren mit genau diesem Thema auseinandersetzen (ich wusste zwar, dass sie beim hep-Verlag im VR sind).  Ich werde mich aber beim nächsten Mal vorher gerne auch an Sie wenden, wenn Sie erlauben. Denn sicher ist: Die Unklarheiten scheinen noch einiger Klärungen zu bedürfen, wie sie selbst schreiben. Sicher auch in Form von Artikeln. Simone Luchetta

Gerangel um eine Plattform für digitale Lehrmittel

Seit Februar bin ich mit dem Schweizer Buchzentrum bzw. dessen Chef Andreas Grob in Kontakt wegen einer zentralen Online-Plattform, die er für digitale Lehrmittel aufbauen will. Er vertröstete mich immer wieder, noch sei er nicht so weit, noch sei das Projekt nicht spruchreif, und verpflichtete die Verlage dazu, ebenfalls zu schweigen. X-mal haben wir die Story geschoben, die wir eigentlich zur Fokus-Geschiche "Apps im Znüni-Täschli" geplant hatten (die wir deshalb ebenfalls mehrmals schieben mussten). 

Langsam schwante mir, dass das ein "Never-ending"-Projekt werden könnte, und entschloss mich, die Geschichte über das Nicht-Gelingen der Plattform zu schreiben, bzw. darüber, warum es so ein langwieriger Prozess ist, welche Parteien mitmischen, was der iPad-Hersteller Apple damit zu tun hat (mischt Apple den Bildungs-Markt auf? Von Aufmischen kann in der Schweiz wohl nicht die Rede sein: es gibt erst wenige E-Lehrmittel fürs iPad. Aber letztlich hat Apple doch gute Karten und profitiert davon, dass es  keine andere Vertriebs-Plattform gibt) und welche Strategien die Verlage verfolgen. 
Andreas Grob wollte das Erscheinen des Artikels verhindern und versuchte, mich dazu zu überreden, "das Buchzentrum draussen zu lassen" - warum, war und ist mir nicht klar. Schade ist, dass er die Chance nicht gepackt und mir und der Leserschaft das Projekt nicht vorgestellt hat. So hätte er fürs das Portal und sich etwas Werbung machen können. Es wäre etwa interessant gewesen zu hören, wie genau die Anwendungsmöglichkeiten seiner Plattform über jene der bereits existierenden, deutschen E-Lehrmittelverlage "digitale-schulbücher.de"  hinaus geht.