Multimediaprojekt

Sun, Fun...

Was ich so treibe?

Die letzte Tage sahen alle etwa ähnlich aus:

  • Ich schreibe am Projekt,
  • code frühmorgens gern in  der Panama Bar der Lettenbadi Python oder versuche es jedenfalls - habe grad einen Hänger, da muss ich heut nochmals ran.
  • Weiter setze ich ein privates Adobe Spark-Projektlein um.
  • Zwischendurch lese ich über Indonesien und den Kolonialismus in der Badi. 

Und heute morgen war ich natürlich noch auf dem Markt.

Herrlich! Ich habe langsam wieder Oberwasser.

 

Kinder, wie die Zeit vergeht

Wow, mit diesen vielen Feiertagen vergeht die Zeit  wie im Flug. Bald ist der zweite meiner drei Monate zu Ende und ich komme langsam in die Bredouille:

Zum einen muss ich mein Multimedia-Projekt für den Kurs an der EB Zürich vorantreiben und sollte bis zum 9.6. den Text dafür haben. Bis jetzt steht noch keine Zeile. Und es ist erst noch einfach totales Badewetter (btw: heute half ich der Schule Limmat B in Zürich am Sporttag. Ja, solche wilden Sachen mache ich auch noch...)

Und zum andern steht mein Juni ja unter dem Motto "Programmieren", sprich, ich möchte eigentlich verschiedene Programmiertools ausprobieren und schauen, ob mir das zusagt, was es mir bringen könnte etc.. Allerdings braucht das ebenfalls seine Zeit. 

Ihr seht schon, das alles wird knapp. Das Kursprojekt werde ich auf jeden Fall prioritär behandeln müssen. Heisst auch, viel lesen, über Indonesien und Holland. Und das Filmmaterial sichten, das ich von Hans mitgebracht habe. 

Es zeichnet sich ab, wie aufwändig solche multimedialen Projekte sind, vor allem, wenn man sie allein umsetzt, also selbst filmt, schneidet, fotografiert und textet, und alles zusammen setzt, ohne Hilfe von einem Fotografen oder Videojournalisten. Aber diese Vielseitigkeit wirkt auf mich auch extrem attraktiv, da ich die anderen Medien mit Bildern, bewegten Bildern und Ton mindestens so gern habe wie Text. 

Digitalisierung auch in der ZB angekommen

Zentralbibliothek Zürich

Zentralbibliothek Zürich

Gestern war seit langer Zeit wieder in der ZB (Zentralbibliothek) und suchte Bücher über den Kolonialismus in Indonesien. Dabei stellte ich erstmals fest, dass die Digitalisierung nun doch auch das Bibliothekswesen eingeholt hat ;-)

Recherchieren kann man heute im Bibiitheksverbundkatalog als registrierte Nutzerin von jedem Online-Rechner aus, ebenso Bücher bestellen - und gewisse dank Google sogar online lesen :-) Echt cool. 

Auch bestellte Bücher abholen funktioniert automatisch, das heisst, ich muss mit keiner einzigen Person sprechen, um zu einem Buch zu kommen. An manchen Tagen ist das super - und an manchen fehlt da was. Sowas wie menschlicher Kontakt, soziale Interaktion. Aber lassen wir das.

 

Ein Reisestativ musste her

Heute war Film-Vorbereitungstag:

Um das Interview mit Hans filmen zu können, soll ich mit zwei Kameras filmen, so die Empfehlung der Kursleiterin: nebst der Haupt-Kamera, in meinem Falls also die Olympus, auch mit dem iPhone als Zweit-Kamera. Das geht aber nicht ohne Stativ, weshalb ich mit heute eines gekauft habe, das iKlip Grip Pro von IK Multimedia.

Und ich glaub, es ist gar nicht mal so schlecht.

1. Man kann es nämlich als kleines Handy-Stativ brauchen, es lässt sich aber auch eine ausgewachsene Kamera drauf schrauben. 

2. Man kann es ausziehen, bis zu einer Höhe von ca, 40 cm, immerhin. 

3. Ist es sehr leicht, das ist wichtig, wenn ich unterwegs bin. 

4. Man kann die drei Beine auch einklappen und das Stativ dann als Selfie-Stick nutzen.

5. Über einen abnehmbaren Clip lässt sich das Handy auch von fern auslösen, echt praktisch. 

Alles für ca. 70 Fr., ist doch nicht schlecht :-)

Neuland: Ton und Video

Dann übte ich den Ernstfall und habe wieder dazu gelernt, nämlich in Sachen Ton beim Videofilmen. Nach einigem Tüfteln hab ich schliesslich doch noch Ton in die Aufnahme mit dem Richt-Mikrofon gebracht  - man muss dafür im Video-Menu der Kamera einstellen, dass das Mik Strom von der Kamera erhalten soll, sonst läuft gar nichts. War recht ricky, das heraus zu finden. 

Das Audiozoom harrt noch seiner "Durchschauung" ;-) Ich glaub, ich werd dafür morgen Abend mal das Video-Ateilier der EB Zürich besuchen und mir weiterhelfen lassen.

Audiozoom (rechts) und Roede-Mikrofon (mit dem roten Kabel)

Audiozoom (rechts) und Roede-Mikrofon (mit dem roten Kabel)

Von Takes, Audiozoom und Klappen

Mit Audiozoom zum besseren Video-Ton:  Multimediales Storytelling EB Zürich , Kurstag 2.

Mit Audiozoom zum besseren Video-Ton: Multimediales Storytelling EB Zürich, Kurstag 2.

Letzten Freitag fand also der 2. Kurstag an der EB Zürich statt. Am Vormittag wurde uns am Beamer anhand von zwei Beispielen gezeigt, welche Möglichkeiten und Grenzen die kostenlosen Tools Pageflow und Spark von Adobe haben. Mit beiden lassen sich recht hübsche Scroll-Reportagen bauen, ohne dass man dafür programmieren können muss. 

Etwas schade fand ich, dass wir noch nicht selbst erste Gehversuche mit den Tools machen und die Software gemeinsam ausprobieren konnten. So blieb das Ganze immer noch etwas abstrakt. Ich persönlich kenne Pageflow bereits, aber oberflächlich, da ich vor Monaten mal etwas damit herumgespielt, aber die Sache wegen Zeitmangels nie vertieft habe. Das möchte ich jetzt eben nachholen. 

Vom Einkaufstourismus bis zur Familienstory

Dann stellten wir einander unsere Konzept-Entwürfe vor. Es gibt ganz unterschiedliche Ansätze, von der "Einkaufstourismus"-Repo über "Minimalismus", einer Image-Story für ein neues Medien-Angebot, einem Kunstprojekt über Mobilität bis hin zu meiner Familiengeschichte und einem Werbe-Projekt über eine Churer Uhrmacherin.

Vielleicht hätten wir Zeit sparen können, wenn die Konzepte im Vorfeld nicht nur den Kursleiterinnen, sondern auch den Teilnehmenden zugeschickt worden wären. Dann hätten sich alle auf den Kurs hinüber die Pläne der anderen schon informieren können, und wir hätten das nicht nochmals im Plenum tun müssen. Stattdessen hätten wir uns von Beginn weg auf Feedback und inhaltliche und konzeptionelle Diskussion konzentrieren können.

Video-Werkstatt

Am Nachmittag ging es dann um Video und die Video-Sequenzen in unseren Projekten. Kursleiterin und Film-Frau Anna-Lydia Florin gab anhand von Portrait-Clips Einblick ins Filmen und erklärte, worauf wir achten müssen, damit die Videoaufnahmen nicht zum Frusterlebnis werden ("zuerst immer aufs Licht achten", Hintergrund, Abstand zur Wand, Augenlicht, Blickrichtung,  etc.).

Dann gab es ein wenig Theorie zum Schneiden: Achsenspung vermeiden, Aufnahmestandpunkt um 30 Grad ändern für die nächste Einstellung, Infos zu Close-up, Totale, Halb-Totale etc., in die Bewegung hinein schneiden etc. 

Das war alles interessant und vieles neu für mich. 

Kleines Problem bei der Sache vielleicht: Noch waren und sind die Konzepte ja nicht fertig ausgearbeitet und nicht alle Teilnehmer wissen bereits, was genau sie filmen möchten. Wir übten teils also sehr im Abstrakten. 

Mit dem Audiozoom nach Holland

richtmikrofon

Ich dagegen hatte Glück, da ziemlich klar ist, dass sich mein Videoteil auf ein Interview mit Hans beschränken wird. Es galt als, die Einstellung und den Kamera-Aufbau zu üben, dann bekam ich ein Audiozoom und eine Richtmikrofon in die Hand gedrückt, das ich nächste Woche mit nach Holland nehmen werde.

Morgen in einer Woche werde ich nämlich nach Wanssum zu Hans reisen und ihm ein paar Fragen zur Familie stellen. Er ist der letzte aus der Generation meiner Mutter, den ich noch nach fragen kann. 

DasJahrhundertBuch

Bis dahin werde ich meine Rauszeit auch dazu nutzen, endlich einmal die alten Fotoalben meiner Mutter (1932-2013) durchzusehen. Gleichzeitig lese ich zur Einstimmung nochmals das Buch "Das Jahrhundert meines Vaters" des holländischen Historikers und Journalisten Geert Mak - hochinteressant, eine grossartige Verbindung von Welt- und Familiengeschichte, spannend zu lesen.

Unter anderem erzählt er darin von seiner Familie, die vor dem 2. Weltkrieg in Sumatra lebte, genau wie mein Grossvater Simon Taconis. 

Konkurrierende #Rauszeit-Projekte

Dafür zeichnet sich langsam ein erstes strukturelles Problem ab: Meine TheNextWeb-Konferenz, die ja ursprünglich der Grund für meine Reise nach Amsterdam war, rückt etwas in den Hintergrund. Ich merke, dass Zeit und Ressourcen knapp werden dürften, beide Vorhaben gleich konzentriert zu verfolgen...

Die Pflicht klopft an

Huch, heute muss ich ja den Kursleiterinnen des Multimedia Storytelling-Kurses an der EB Zürich mein Konzept oder zumindest einen Entwurf für eine multimediales Projekt senden. Ferien sind also definitiv vorbei :-(

Dabei, ich geb es gern zu, könnte ich noch ein, zwei Wochen erholsames Nichtstun gut gebrauchen. Aber immerhin: Seit zwei Woche kann ich wieder richtig gut schlafen, das ist doch was!

Nun, ich hatte ja ein paar vage Ideen für ein MM-Projekt, darunter ein Porträt der Alhambra, eine Werbe-Story für eine Psychotherapeutische Praxis und ein Reisetagebuch aus Spanien. Entschieden habe ich mich in den letzten Wochen aber für eine Spurensuche. Ich tue, was ich längst schon hätte tun sollen: Ich versuche, mich der Geschichte meiner Mutter anzunähern. 

Ein brisantes Unterfangen, ich weiss - ich merk es schon jetzt, nach den ersten Recherchen -, das das Zeug hat, mich mit Haut und Haar einzunehmen. Aber sich des Risikos bewusst zu sein, ist doch eine gute Voraussetzungen :-)

Also, ich habe mich heute Mittag an das Storyboard gemacht, das ich von den Kursleiterinnen erhalten hatte, und den Entwurf (unten) einmal abgeschickt. Allerdings ist mir nicht ganz klar, ob ich die Aufgabe richtig verstanden habe. Wird sich am kommenden Freitag, dem 2. Kurstag, sicher zeigen ;-)

1. Kurstag in Multimedialem Storytelling

Also, heute, respektive gestern Freitag morgen um 9 Uhr startete der Kurs über MM-Storytelling an der EB Zürich. Wir sind sechs Kursteilnehmer - 5 Frauen und 1 Mann - und zwei Kursleiterinnen - also alles sehr überschaubar, das ist super. 

Die Gruppe ist altersmässig recht durchmischt, es hat Leute aus den Webservices von Ringier, zwei Leute von Somedia Web- und IT-Dienste, eine Sek-Lehrerin und meine Wenigkeit. 

Wir mussten unsvorstellen und uns dabei gegenseitig filmen. Und ich bin mir jetzt nicht zu blöd, diesen Clip hier zu zeigen, einfach der Authentizität wegen ;-)  

Tja, es war halt noch etwas früh am Morgen, nach vier arbeitsfreie Tagen...

Dann verging der Tag mit Theorie: Was ist MM-Storytelling, worauf gilt es bei den einzelnen Medien zu achten (einzelne Elemente in sich geschlossen, Elemente sollen sich ergänzen etc.) und schliesslich schauten wir uns verschiedene Beispiele an: Snow Fall in der NYT, Firestorm, Trappeto-Solingen... und zurückIouri Podladtchikov's Porträt von der NZZ.

Am Nachmittag galt es, bereits Ideen für ein mögliches Projekt zu präsentieren - für meinen Geschmack vielleicht etwas gar früh, aber tant pis. Schliesslich haben nicht alle soviel Zeit wie ich grad ;-) 

Bis zum 3. Mai müssen wir den Kursleiterinnen das definitive Grobkonzept senden - bleibt ja noch etwas Zeit, eine meiner Ideen als definitive zu fixen.  

Alles in allem war der erste Kurstag ein Aufsteller, mit spannenden Diskussionen und anregenden Beispielen. So was wie die Firestorm  Repo ist einfach sensationell und macht Lust, dieses Medium näher kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten.